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Lanzarote - die Insel


Die Fakten und Zahlen in Kürze

Lanzarote ist mit einer Fläche von etwas mehr als 800 km² die viertgrößte und gleichzeitig nördlichste der Kanarischen Inseln. Sie liegt nur knapp 120 km westlich von Afrika, ist ca. 60 km lang und gut 20 km breit. Die höchste Erhebung der Insel ist mit 671 m der Peñas del Cache. Lanzarote hat ein ganzjährig mildes Klima mit Temperaturen zwischen 17 und 24 Grad. Mehr als auf den anderen kanarischen Inseln ist der vulkanische Ursprung erkennbar.  Vulkanausbrüche verursachten auch zuletzt 1730-36 die größten Veränderungen der Insellandschaft im Gebiet des heutigen Parque Nacional de Timanfaya. 

1312 - landete der Genoveser Lanceloto Malocello auf der Insel und gab ihr 
           ihren Namen. 
1402 - kam es zur Eroberung durch Jean de Béthencourt für Spanien.
1964 - Eröffnung der Cuevas del los Verdes und damit der ersten 
           Touristenattraktion, bei der César Manrique seinen gestalterischen
           Einfluß geltend machte.
1993 - Die UNESCO ernennt Lanzarote zum Biosphärenreservat.

Unser Lanzarote

Natürlich sind Fakten und Zahlen nicht unwichtig, aber sie beeinflussen kaum, ob einen ein Reiseziel gefangen nimmt oder nicht. Nachdem wir die anderen kanarischen Inseln besucht hatten, war es schon beim Landeanflug der Blick auf die überdeutlich erkennbaren Zeugen der vulkanischen Entstehung der Insel, der uns fasziniert hat. Zweifellos wirken Teile der Insel dadurch unwirtlich und karg, aber hier lässt sich Erdgeschichte unmittelbar erleben und ein Besuch des Parque Nacional de Timanfaya ist sicher einer der Höhepunkte eines Urlaubs auf der Insel. 

Und auch wenn man sich nach der Landung seinem Urlaubsort nähert, fällt einem sofort der zweite Unterschied zu den anderen kanarischen Inseln auf: Nirgends finden sich vielstöckige Bettenburgen, die die Landschaft verschandeln. Dies ist wesentlich auf den Einsatz von César Manrique zurückzuführen, der der Insel zudem durch die Gestaltung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten seinen Stempel positiv aufgedrückt hat. Auch sieht man fast überall den traditionellen Baustil, bei dem die leuchtend weiß getünchten Häuser mit ihren grün lackierten Fenstern und Türen einen wunderschönen Kontrast zur schwarzen Vulkanerde der Insel bilden. Und noch etwas für Spanien sonst typisches glänzt durch Abwesenheit und wieder war Manrique der Initiator: Nirgends gibt es Reklametafeln. Seit 1968 gilt ein generelles Werbeverbot und so sind ausschließlich Schilder zulässig, die auf Sehenswürdigkeiten hinweisen. Nach dem Tod Manriques haben die Inselbewohner darauf geachtet, dass dieses Werbeverbot aufrecht erhalten wurde und so gab es nur einen Versuch eines großen Automobilkonzerns 1992 entsprechende Plakatwände aufzubauen, dem die Bevölkerung aber mit wütenden Protesten schnell ein Ende bereitete.


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